Ein Hund gilt meist ab etwa 7 oder 8 Jahren als „Senior“ (große Rassen früher). Auch wenn die Nickerchen länger werden: Bewegung bleibt die beste Medizin gegen die Folgen des Alterns. Es geht darum, vom Leistungstraining zu einem Erhaltungstraining überzugehen.
Wie das Alter den Körper verändert
Mit den Jahren beeinträchtigen drei wesentliche Vorgänge die Beweglichkeit des Hundes:
- Sarkopenie: ein natürlicher Muskelabbau, der die Gelenke instabiler macht.
- Arthrose: ein Verschleiß des Knorpels, der chronische Entzündungsschmerzen verursacht.
- Nachlassende Herz-Lungen-Leistung: Herz und Lunge arbeiten bei starker Belastung weniger effizient.
Jede Bewegung einzustellen, ist der schlimmste Fehler: Das beschleunigt den Muskelabbau und verstärkt die Gelenksteife. Die goldene Regel lautet: „Bewegung ist Leben“.
Das Bewegungsprogramm anpassen
1. Regelmäßigkeit vor Intensität
Lieber drei Spaziergänge von je 20 Minuten auf ebenem Gelände als eine einstündige Wanderung mit Höhenmetern. Vermeiden Sie Wurfspiele (Ball, Frisbee): Die abrupten Bremsmanöver und Sprünge schaden verschlissenen Gelenken enorm.
2. Schwimmen und Hydrotherapie
Ist das Wasser angenehm warm, ist Schwimmen die perfekte Bewegung. Das Wasser trägt das Gewicht des Hundes, sodass Muskeln und Kreislauf trainiert werden, ohne die Gelenke zu belasten. In der Physiotherapie ist es die Aktivität der Wahl.
3. Geistige Auslastung: Nasenarbeit
Wenn die Beine müde werden, bleibt die Nase leistungsfähig. Leckerli-Suchspiele oder leichte Fährtenarbeit lasten Ihren älteren Hund gesund aus, ohne ihn körperlich zu fordern. So bleiben seine geistigen Fähigkeiten erhalten und Sie beugen der Hundedemenz vor.
Warnzeichen, auf die Sie achten sollten
Beobachten Sie Ihren Hund während und nach der Bewegung. Lahmt er, kommt er am nächsten Morgen schwer hoch, will er plötzlich nicht mehr ins Auto springen oder ist er ungewöhnlich kurzatmig, sollten Sie die Intensität verringern und Ihre Tierarztpraxis aufsuchen.
Das Alter begleiten mit Son Espace Santé
Die App ist ein wertvolles Werkzeug, um Ihren Begleiter im Alter zu unterstützen:
- Mobilitätstagebuch: Bewerten Sie jeden Tag mit einer Note von 1 bis 5, wie leicht sich Ihr Hund bewegt. Praktisch, um die Wirkung einer neuen Behandlung oder von Nahrungsergänzungsmitteln (Glucosamin, Omega-3) zu beurteilen.
- Medikamententagebuch: Planen Sie Erinnerungen für Schmerzmittel oder herzunterstützende Behandlungen.
- Verlaufsalbum: Erkennen Sie anhand der Fotos mögliche Veränderungen der Haltung (Katzenbuckel, gesenkter Kopf).
- Abstimmung mit der Tierarztpraxis: Teilen Sie Ihre Beobachtungen zu Schlafqualität und Appetit Ihres Hundes für einen optimalen Senioren-Check.
Aktiv zu altern ist das Geheimnis eines erfüllten Lebensabends. Wenn Sie Ihr Tempo an das Ihres alten Weggefährten anpassen, genießen Sie noch viele gemeinsame glückliche Momente.

